1. Eine Analyse der ukrainischen Jugend

in Culture 2018 · DE · Europe 2018 · EX-USSR · Germany 2018 · Great Britain 2018 · Nation 2018 · Politics 2018 · Skepticism 2018 · Ukraine 2018 94 views / 7 comments
          
76% посетителей прочитало эту публикацию

Danube Germany Great Britain Europe Ukraine Ex-USSR

GEOMETR.IT  laender-analysen.de

 

* Widersprüchliche Generation, die sich als apolitisch und desillusioniert begreift und trotzdem mit großem Optimismus in die Zukunft blickt.

Gemeinsam mit dem New Europe Center und der Gesellschaft für Konsumforschung Ukraine befragte die Friedrich-Ebert-Stiftung im Sommer 2017 in der Ukraine insgesamt 2 000 junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren intensiv hinsichtlich ihrer politischen, sozialen, kulturellen und persönlichen Ansichten und Werte.

Somit beschreibt die Studie die Generation der späten 1980er und 1990er Jahre, die bis heute drei Revolutionen erlebt hat beziehungsweise deren Kindheit in die Zeit der ersten beiden Revolutionen fällt.

Heute macht diese Generation mit schätzungsweise acht Millionen Menschen ein Fünftel der ukrainischen Gesamtbevölkerung aus. Besonderes Augenmerk wurde in der Studie auf die Ansichten zum Krieg in der Ostukraine und zum Verhältnis zur Russischen Föderation vor dem Hintergrund der Krim-Annexion gelegt.

Die Methodik basierte dabei auf der in Deutschland seit Jahrzehnten etablierten Shell Jugendstudie. Die im vorliegenden Beitrag vorgestellte Untersuchung ist Teil einer Reihe von Jugendstudien, die die FES zunächst auf dem Westbalkan und in Südosteuropa sowie im Südkaukasus und in Zentralasien durchgeführt hat.

Um die Vergleichbarkeit dieser Studien zu einem späteren Zeitpunkt zu ermöglichen,

basieren sie alle auf einem einheitlichen Kernfragebogen im quantitativen Teil, der jeweils durch einen länderspezifischen Teil und besonders zugeschnittene qualitative Fokusgruppeninterviews ergänzt wird.

Die Methodik der Shell Jugendstudie ermöglicht es zudem, über Folgeerhebungen mittel- und langfristig Trends und Entwicklungen zu beobachten. Die in der Ukraine befragten 2 000 jungen Menschen wurden repräsentativ ausgewählt: in Bezug auf Geschlecht, Alter, Region sowie Größe ihres Wohnortes.

Es konnte allerdings keine Erhebung in der Autonomen Republik Krim sowie in den besetzten Gebieten des Donbass stattfinden. Die quantitative Erhebung erfolgte mittels persönlicher Interviews im häuslichen Umfeld der Befragten.

Die Fehlertoleranz dürfte bei dieser Vorgehensweise mit 2,2 Prozent bemessen werden. Zusätzlich zu dieser quantitativen Erhebung wurden im Oktober 2017 regionale Fokusgruppeninterviews mit 18- bis 29-jährigen in Tschernihiw, Lwiw, Odessa und Charkiw durchgeführt. Die Studie umfasst neun Themen:

Alltag, Familie, Lebensstil, Bildung und Arbeit, Migration, Werte, die Beurteilung der politischen Lage, außenpolitische Wahrnehmungen sowie die Beziehungen zu Russland vor dem Hintergrund der Krim-Annexion und des Krieges im Osten der Ukraine.

Innerhalb der Themen gab es Überschneidungen:

So kam zum Beispiel Korruption immer wieder zur Sprache. Ähnlich der Jugend in Westeuropa ist die ukrainische Jugend skeptisch gegenüber Politik im Allgemeinen. Dabei handelt es sich um eine Haltung, die europaweit messbar ist.

Es zeigen sich aber auch Unterschiede zwischen der ukrainischen Jugend und jungen Menschen aus EU-Mitgliedsstaaten:

Die ukrainische Jugend kann man im Allgemeinen als konservativer und weniger tolerant gegenüber Minderheiten charakterisieren. So ergab die Studie, dass Homosexualität die im Vergleich geringste Akzeptanz erfährt – eine deutlich geringere Akzeptanz als das Anbieten oder Annehmen einer Bestechungsleistung, als Abtreibung oder auch als Steuerbetrug. (zu den Ergebnissen der Studie siehe auch die Tabellen und Grafiken am Ende des Textes)

Die Veröffentlichung ist kein Leitartikel. Es spiegelt ausschließlich den Standpunkt und die Argumentation des Autors wider. Die Publikation wird in der Präsentation vorgestellt. Beginnen Sie in der vorherigen Ausgabe. Das Original ist verfügbar unter:laender-analysen.de

* * *

GEOMETR.IT

БРЕКЗИТ и ГИБРАЛТАР 13.03.2018

Слова, сказанные в темноте  13.03.2018

ЛИТВА и ТОРГОВЛЯ УКРАИНЦАМИ13.03.2018

Уходят они красиво. А потом жалеют  13.03.2018

Ostro o Polakach  13.03.2018

Moldawien / Rumänien:die negative Einschätzung 13.03.2018

Münkler: Europa, wir sinken  13.03.2018

Eastern Europe finding the roots  13.03.2018

Italy first approach  13.03.2018

GEOMETR.IT

 

7 Comments

  1. Schon in den Jahren vor den sogenannten Euromaidan-Protesten führten Unzufriedenheit mit der politischen Situation, dem hohen Ausmaß an Korruption und der allgemein niedrigen Lebensqualität in der Ukraine zu Migrationsbewegungen erheblicher Bevölkerungsteile. Geschätzt 2 bis 7 Millionen Ukrainer leben mittlerweile in Russland und in der Europäischen Union. 2014 stellten sie unter den Nicht-EU-Bürgern die fünftgrößte Gruppe. Außerdem bilden die 5 bis 6 Millionen über alle Kontinente verteilten Ukrainer eine der weltweit größten Diasporen.

  2. Die Analyse zur Ukraine ist die zweite Ausgabe unserer neuen Reihe “Fakten zur Europäischen Dimension von Flucht und Asyl”. Diese widmet sich in regelmäßigen Abständen einem vom Thema Flüchtlinge betroffenen Staat.

  3. Für manche Ukrainer ist Deutschland aber auch deswegen merkwürdig, weil ihr tägliches Leben doch normalerweise aus viel Stress besteht. Die meisten deutschen Städte – außer vielleicht Berlin – können den Ukrainern jedoch dieses tägliche Dosis Adrenalin nicht geben.

  4. Wir brauchen von Europa nicht nur soziale und wirtschaftliche Hilfe, Europa muss uns auch militärisch helfen, unser Land zu verteidigen.

  5. Der wirtschaftliche Teil mit dem Abbau von Zöllen und Handelsschranken wurde auf Drängen der russischen Regierung vorerst ausgesetzt.

Добавить комментарий

Your email address will not be published.

Latest from

Wer uns dirigiert?

* Wir werden durch Sprache beeinflusst. Das nutzen Politiker wie Angela Merkel
Go to Top