Bittere Wahrheit über Propaganda

29.02.2016
В КАТЕГОРИЯХ:
Conflicts, Crisis, Economics, Europe, Euroskepticism, EX-USSR, GERMANY, Money, Nation, Politics, Ukraine, USA, World
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Bittere Wahrheit über Propaganda
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Bittere Wahrheit über Propaganda

GEOMETR.IT  nachdenkseiten.de/  29.02.2016

Die Frage, ob wir vor einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen West und Ost stehen, bewegt vermutlich viele Menschen. Die Vorstufe militärischer Konfrontation ist die Konfrontation der Propaganda. Die Bedeutung der Propaganda hat der Westen um vieles früher erkannt als Moskau.

  • Moskau versucht nach zu ziehen. Westliche Agitatoren rufen: Haltet den Dieb! Und sie verkürzen die Erzählung der Geschichte im Falle Syriens wie auch der Ukraine-Krise nach ihrem Gusto. Verkürzt. Wir bringen heute einen Essay von Wolfgang Bittner.
  • Die Lektüre erfordert ein bisschen Zeit. Dennoch ist sie sehr zu empfehlen. Bitte geben Sie den Text weiter, wenn Sie ihn gut finden. Es ist wichtig, andere Menschen zu informieren. Albrecht Müller
  • Wer daran noch zweifelt, sollte sich bei Spiegel-Freunden den Spiegel dieser Woche ausleihen und dort auf Seite 10 den Leitartikel des stellvertretenden Chefs der Außenpolitik des Spiegel, Mathieu von Rohr, anschauen. Hier die englische Version. Für die deutsche gibt es noch keinen Link.

Wie die Fakten verkehrt werden und Kritiker kaltgestellt werden sollen

Von Wolfgang Bittner

  1. Sowohl in der ARD-Tagesschau als auch bei SPIEGEL-Onlinei wird am 8. Februar 2016 berichtet, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die russischen Bombardierungen in Syrien heftig kritisiert hat. Sie sei „nicht nur erschreckt, sondern auch entsetzt“ sagte sie in Ankara auf einer Pressekonferenz mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu, „was an menschlichem Leid für Zehntausende Menschen durch die Bombenangriffe entstanden ist“. Und obwohl in Syrien seit September 2014 von den USA sowie einzelnen Golfstaaten gebombt wird und bereits Millionen geflüchtet sind, gibt es für die Bundeskanzlerin jetzt einen Schuldigen für das Leid und das „Flüchtlingsdrama“: Russland mit seinen Militäraktionen seit Ende September 2015.
  1. Unterschlagen wird, dass allein die von der Assad-Regierung in Moskau angeforderte Militärhilfe mit dem Völkerrecht vereinbar ist, weil die anderen Kombattanten innerhalb des Territoriums des souveränen Staates Syrien agieren. Auch der brutale Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges durch das türkische Militär ist keines Protestes wert. Ebenso wenig stehen die ständigen massiven Menschenrechtsverletzungen der Türkei im eigenen Land zur Debatte. Und dass die türkische Armee kurdische Städte bombardiert und kurdische Einheiten, die in Syrien gegen den IS kämpfen, auf syrischem Territorium angreift, wird einfach übergangen. Sonst könnten die Verhandlungen in der „Flüchtlingsfrage“ beeinträchtig werden – so die Intentionen von Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier.
  1. Am 15. Februar 2016 steht dann in der ZEIT, dass bei Angriffen auf zwei Krankenhäuser und eine Schule in den syrischen Provinzen Aleppo und Idlip 19 Menschen starben und dass eine „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrecht“ die russischen Streitkräfte dafür verantwortlich macht. Eine genauere Untersuchung hat bis dato nicht stattgefunden, aber das ist offensichtlich unerheblich. Die deutschen Medien berufen sich gern und oft auf Berichte der Syrian Observatory for Human Rights, obwohl die in England ansässige Organisation, die von einem syrischstämmigen sunnitischen Geschäftsmann aus seinem Privathaus in Coventry betrieben wird, bekanntermaßen einseitige und zum Teil falsche Informationen verbreitet.
  1. Das Gleiche gilt für Meldungen, die aus Kiew über den Ukraine-Konflikt kommen. Zu den dortigen Auseinandersetzungen hat die Bundeskanzlerin ebenfalls ihre eigenen Vorstellungen, die nicht mit den Fakten übereinstimmen. In Berlin stärkte sie Anfang Februar dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, der Krieg gegen seine ostukrainischen Landsleute führt, den Rücken und sprach sich für eine Weiterführung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland aus. „Merkel bleibt hart gegen Russland“, titelt die Bild-Zeitung. Obwohl die Chronologie der Ereignisse beweist, dass in der Ukraine seit Jahren von ausländischen Regierungen, Geheimdiensten und NGOs auf einen Regimewechsel hingearbeitet wurde, wird die Propagandalüge verbreitet, Russland sei der Aggressor.

 Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz sind beauftragt

Nun lese ich am 20. Februar 2016 in einer kleinen Notiz in meiner Tageszeitung, dass die Bundesregierung von Geheimdiensten untersuchen lassen will, ob „der Kreml mit verdeckten Mitteln die öffentliche und politische Debatte in Deutschland manipuliert“. Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz sollen im Auftrag des Kanzleramtes herausfinden, „ob russische Geheimdienste mit Desinformationskampagnen gezielt für Unruhe sorgen wollen“.

Es bestehe der Verdacht, so heißt es, dass Moskau an einer „systematischen Destabilisierung“ Deutschlands und auch der Bundesregierung arbeite; Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck hätten sich persönlich an dieser Frage interessiert gezeigt und auch das Auswärtige Amt sei offenbar eingebunden.

Mir fällt ein, dass die Bundeskanzlerin schon im Februar 2015 auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor „Russlands Vorsprung im Informationskrieg“ und vor „Missinformation, Infiltrierung und Verunsicherung“ warnte, womit es sich „auseinanderzusetzen“ gelte.

In der FAZ ortete man die Missinformanten, Infiltrierer und Verunsicherer sogleich unter den Bloggern und in Webseiten, die damit beschäftigt seien, „Moskaus Sicht der Dinge in die Welt zu tragen“.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=31590

GEOMETR.IT

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8 comments

  1. Kamerad
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    Wer daran noch zweifelt, sollte sich bei Spiegel-Freunden den Spiegel dieser Woche ausleihen und dort auf Seite 10 den Leitartikel des stellvertretenden Chefs der Außenpolitik des Spiegel, Mathieu von Rohr, anschauen

  2. Wessi
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    Greift Russland an? Steht »der Iwan« vor der Tür? Seit Beginn der Ukraine Krise springen uns in den Zeitungen Putin-Karikaturen entgegen, in denen er als kriegslüsterner Zar dargestellt wird. Vom Abschuss eines Passagierflugzeuges in der Ostukraine bis hin zu den dortigen, in einen Bürgerkrieg ausgeweiteten Kämpfen: Überall trägt laut zahllosen Medienberichten Wladimir Putin die Schuld.

  3. Herr Schmitt
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    Wolfgang Bittner zeigt in seinem Buch, wie der schmutzige Krieg gegen Russland gehandhabt wird. Dazu holt er auch immer wieder sachkundige Zeugen und Kommentatoren herbei, wie z.B. den ehemaligen Vizepräsidenten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Willy Wimmer.

  4. Frag Mich
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    Die USA sind kein Vorbild für Frieden und Freiheit. Seit mehr als einem halben Jahrhundert gehen von dort zerstörerische Ideologien und grauenhafte Kriege aus, die ihrem Gründungsanspruch, wie in der Unabhängigkeitserklärung von 1776 und in der Verfassung von 1787 niedergelegt, Hohn sprechen.» Wer die Welt in einen Dritten Weltkrieg zu treiben versucht, sind die USA und nicht Russlands Präsident Vladimir Putin, wie uns die Konzernmedien weißmachen wollen.

  5. Wanted
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    Wolfgang Bittner hält die Vorgänge in der Ukraine nicht für einen singulären Vorgang. Dieser initiierte Konflikt ist der jüngste in einer langen Kette von Kriegen und humanitären Katastrophen, die nach dem Ende der Sowjetunion alle von den USA initiiert worden sind.

  6. Spartacus
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    Meiner Meinung nach ist die Herangehensweise des Autors Wolfgang Bittner, die Ereignisse chronologisch darzustellen, gut dazu geeignet, die Abfolgen und die gegenseitige Bedingtheit der Tatsachen und ihrer Ursachen deutlich herauszuarbeiten.

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