Die ganze Welt ist Bühne

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5/12/2018

* Depressiv“ ist besser als G20 , wo lustig die Steine flogen, und die Autos brannten. Die Show hatte vorweg Donald Trump gestohlen, als er erst seinen kommenden Privatgipfel mit Wladimir Putin feierte, dann aber mit Verweis auf die gekaperten ukrainischen Schiffe absagte.

Die G20 hat mit ernsthafter Politik sowieso nichts zu tun. Lesen Sie lieber Shakespeare: „Die ganze Welt ist Bühne / Und alle Fraun und Männer bloße Spieler.“ Keiner beherrscht die Bretter besser als Trump – weder Merkel, noch Putin. Gedealt wird zwischen den Nationen anderswo.

  • Wladimir Putin zeigt sich abermals kriegslüstern und Ukraine-feindlich. Höchste Zeit, das deutsch-russische Pipeline-Projekt Nordstream 2 zu kündigen?
  • Kriegslüstern? Dieser geniale Taktiker? Der betreibt Machtpolitik zu Discountpreisen, geht Risiken nur ein, wo er die Oberhand hat. Er griff sich die Krim im Handstreich, wohlwissend, dass ihm keine Luftlandekräfte der Nato in die Quere kommen würden.
  • Im Asowschen Meer hat er ebenfalls den geographischen Vorteil. So kann er die Ukraine vom Wasser her einschnüren, ohne Krieg fürchten zu müssen. Die Vergeltung des Westens ist symbolisch. Nordstream 2 zu kappen, wäre etwas schmerzhafter. Putin wird es verkraften, weil Europa so oder so am russischen Gas hängt.

Verdacht auf Geldwäsche bei der Deutschen Bank. Sollte das peinliche Institut den ersten Teil seines Namens abgeben?

Eine gute Idee, steht doch „deutsch“ für ehrlich und anständig. Heute gehört die DB den Bütteln der Staatsanwaltschaft. Die sollten sich im Frankfurter Bankenturm einmieten, um nicht ständig wiederkommen zu müssen. Strafen werden per Dauerauftrag gezahlt. Als neuer Name bietet sich „Die Polizeibank“ an, mit dem Werbeslogan „Hier ist Ihr Geld sicher.“

In einer Denkschrift der Gründer hieß es 1868: „Die deutsche Flagge trägt den deutschen Namen jetzt in alle Welttheile.“ Die DB werde ihm „Ehre machen“. So war es. Jetzt klingt es wie ein müder Witz in der „Heute-Show“.

Ende nächster Woche reist der neue bad guy der Welt, der saudische Kronprinz bin Salman, zum G-20-Gipfel nach Buenos Aires. Wird er da am Katzentisch sitzen?

  • Bei G20 gibt es keine Katzentische; beim Hamburger G-20-Gipfel wurden auch Putin und Erdogan, die menschenrechtsmäßig einiges auf dem Kerbholz haben, von der Kanzlerin in die Elbphilharmonie eingeladen (Putin machte ein Nickerchen, Erdogan kam nicht).
  • Kann sich jemand vorstellen, den Fürsten der Finsternis auf die Strafbank zu setzen, wenn der den Welt-Ölmarkt in der Hand hat? Und Donald Trump hinter sich? Der Gipfel der Gemeinheit kommt noch: wenn „MBS“ fünf aus dem Khashoggi-Killerteam als Bauernopfer hinrichten lässt.
  • Auf dem Gipfel in Buenos Aires treffen sich auch die Handelskrieger Donald Trump und Xi Jinping. Wie wird die Atmosphäre?

Zum Tangotanzen werden die beiden einander nicht auffordern. Aber der chinesischen Wirtschaft geht es gar nicht gut, und die amerikanische zeigt Wachstumsschwäche. Die Aktien fallen rings um die Welt. Vorläufig dreht Trump nicht mehr an der Strafzoll-Schraube. WmdW hofft, dass die beiden Giganten etwas zärtlicher miteinander umgehen; jedenfalls sollte Trump wissen, was in den Dreißigern passiert ist, als alle die Handelswälle immer höher auftürmten. Rüpeln wird Trump erst hinterher, wenn er morgens um drei seine Tweets von zu Hause abschießt.

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Die Lage an der US-mexikanischen Grenze spitzt sich zu, immer mehr Migranten treffen in Tijuana ein. Kann Trump gewinnen? Und wenn ja, was eigentlich?

  • WmdW sieht Parallelen zu Europas Flüchtlingsstreit. Die Asylsuchenden in Mexiko, argumentieren die US-Behörden, kommen aus einem sicheren Land;
  • folglich können sie sich nicht mehr auf Verfolgung in Mittelamerika berufen. Ähnlich in Europa, wo Syrer durch sichere Länder nach Deutschland strebten.
  • Unausgesprochen ist das Signal an Mexiko: Wenn ihr die Leute, die wir abweisen, nicht wollt, müsst ihr eure Südgrenzen zumachen. Für die EU gibt die Türkei den Grenzwächter. Ein kaltes Spiel aufseiten der USA wie der EU.

Ein Wort zum CDU-Vorsitz. Auf wen wettet WmdW (und um was)?

Na, mindestens eine Flasche „Primitivo“ aus Italien, die bei Aldi für fünf Euro zu kriegen ist. Die setzt er auf AKK. Merz steht für zu viel Marktwirtschaft und Amerika, was keine Stimmenfänger sind. Zudem hat er in seiner Auszeit zu viel Geld verdient, was hier nicht bewundert wird. Spahn, der konservative Hoffnungsträger, wirkt neuerdings blass. Also AKK, die statt Überraschungen Kontinuität verheißt – aber ohne Merkel. Man sollte AKKs taktisches Geschick ebenso wenig unterschätzen wie das von Merkel, als sie weiland zum Sprung ins Kanzleramt ansetzte.

   Die Veröffentlichung ist kein Leitartikel. Es spiegelt ausschließlich den Standpunkt und die Argumentation des Autors wider. Die Publikation wird in der Präsentation vorgestellt. Beginnen Sie in der vorherigen Ausgabe. Das Original ist verfügbar unter: youtube

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