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Die «Urkatastrophe» des 20. Jahrhunderts

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Totalisierung des Krieges

Menschenschlachthaus — Der Erste Weltkrieg als totaler Krieg.

Die neuartige Qualität des Krieges trat aber nicht nur in den globalen Dimensionen und in einer auf Sieg oder Kapitulation abzielenden Kriegspolitik zutage. Auch die Kriegsführung an der Front selbst und die Ausrichtung der Gesellschaft auf den Krieg an der sogenannten Heimatfront gewannen im Ersten Weltkrieg einen immer intensiveren, schon zeitgenössisch als «totaler Krieg » gekennzeichneten, später vor allem von den Nationalsozialisten zum Programm erhobenen Charakter.

Dieser Begriff ist in der modernen Geschichtswissenschaft zu einem Konzept ausgearbeitet worden, das vor allem die Industrialisierung des Krieges zu fassen versucht, die militärisch in der wachsenden Bedeutung von Kriegsmaschinen, zivil in der Ausrichtung von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur auf die Bedürfnisse der Kriegsführung, somit auch in der kriegspolitischen Auflösung der Trennung zwischen Militär und Zivilgesellschaft zum Ausdruck kam. Kanonen und Granaten, Maschinengewehre und Patronengurte, Flugzeuge und Bomben, Unterseebote und Torpedos, Giftgasgranaten und bald auch Panzerwagen prägten dem Kriegsgeschehen einen neuartigen Stempel auf.

Und alle diese Waffen mussten von den Industrien der kriegführenden Länder produziert werden, in immer größeren Mengen, um die in rascher Folge verbrauchten und zerstörten Geräte zu ersetzen und die industriellen Vernichtungskapazitäten immer weiter auszubauen. Dafür war es nicht nur nötig, Produktionskapazitäten auf- und auszubauen; auch die Arbeits- und Lebensstrukturen der Zivilisten mussten auf die neuen Erfordernisse der Kriegsproduktion eingestellt, zur Arbeit motiviert oder verpflichtet, zum Verzicht auf Freizeit und Vergnügen angehalten oder genötigt werden.

Die eigentlich zivile Gesellschaft in der Heimat wurde so zu einer zweiten Front, an der der Krieg tatsächlich entschieden werden konnte. Den Krieg gewinnen konnten am Ende tatsächlich die Mächte, denen es besser als ihren Gegnern gelang, Waffen und Munition zu produzieren, gleichzeitig aber auch die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen und sie zum «Durchhalten» zu motivieren.

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Die Totalisierung des Krieges kam zugleich in der Tendenz zur Außerkraftsetzung von rechtlichen und humanitären Restriktionen nicht nur gegenüber den gegnerischen Soldaten, sondern auch gegenüber der Zivilbevölkerung zum Ausdruck. So zielte die englische Seeblockade gegen Deutschland nicht zuletzt auf die Aushungerung der Bevölkerung, während der deutsche Unterseebootkrieg im Gegenzug nicht mehr zwischen Kriegs- und Handelsschiffen unterschied.

Kriegsgefangene wurden nicht nur schlecht versorgt und misshandelt, sondern auch gegen alles Völkerrecht in der Kriegswirtschaft und für zwangsweise Arbeiten im frontnahen Bereich eingesetzt. Und einen Höhepunkt erlebte die Gewalt gegen Zivilisten auch im ersten großen Völkermord des 20. Jahrhunderts, in den Vernichtungsaktionen gegen das armenische Volk durch die jungtürkische Regierung, der mehr als eine Million Menschen zum Opfer fielen.

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Periodisierung wider, die diesem Krieg in den Regel den Status einer einschneidenden Zäsur zuweist. Es hat sich seit langem eingebürgert, zwischen einem ‘langen’ 19. Jahrhundert und einem kurzen 20. Jahrhundert der Weltgeschichte zu unterscheiden. Das lange 19. Jahrhundert begann mit der Französischen Revolution. Es prägten vor allem Fortschritt, Industrialisierung, Demokratisierung und europäische Weltherrschaft.

Das kurze 20. Jahrhundert endete mit dem Zusammenbruch des Ostblocks seit 1989 und war durch Krieg, Bürgerkrieg und Blockkonfrontation gekennzeichnet. Die Scharnierfunktion zwischen diesen beiden Hauptphasen der modernen Geschichte wird in der Regel dem Ersten Weltkrieg zugesprochen, der alle naiven Fortschrittshoffnungen unwiderruflich zerstört, die Zerstörungspotentiale der industriellen Moderne offenbart, aber auch neue, zukunftsweisende Gestaltungsmöglichkeiten hervorgebracht und generell der weiteren Entwicklung seinen gewaltsamen Stempel aufgeprägt hat.

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5 Comments

  1. Vor 100 Jahren, man wird überall daran erinnert an eine der grossen Schanden der Menschheit.
    KRIEG-MORD-und TOTSCHLAG – es darf erinnert werden und wohl, als Gipfel der Pietätlosigkeit und Menschenverachtung, gefeiert werden.
    Besser wir würden daran erinnert wann die Menschheit das letzte mal in friedlicher Koexistenz zusammen gelebt hat.
    Nur leider, das verkauft sich nicht so gut, Bücher und Berichte über die sogenannten Kriegshelden und das Kriegsgeheul dagegen sind immer noch Bestzeller.

  2. Im Ersten Weltkrieg kämpfen auf der einen Seite die sogenannten Mittelmächte Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und das Osmanische Reich, auf der anderen die Triple Entente, zu der Großbritannien, Frankreich und Russland gehören, später unterstützt durch die USA und weitere. Kriegsschauplatz ist dabei nicht nur Europa. Auch die deutschen Kolonien werden umkämpft.

  3. Auch die deutschen Kolonien werden umkämpft. Da die Kolonialstreitkräfte nicht für die Verteidigung ausgerüstet sind, erlangen die Gegner des Kaiserreichs schnell die Kontrolle über die deutschen Kolonien.

  4. Im Ersten Weltkrieg kommen neue Kriegsgeräte wie Panzer, Flugzeuge und Luftschiffe sowie Massenvernichtungswaffen wie Giftgas zum ersten Mal zum Einsatz. „Alles Fürchterliche ist entfesselt“, notiert Erich Mühsam in seinem Tagebuch

  5. Und alle diese Waffen mussten von den Industrien der kriegführenden Länder produziert werden, in immer größeren Mengen, um die in rascher Folge verbrauchten und zerstörten Geräte zu ersetzen und die industriellen Vernichtungskapazitäten immer weiter auszubauen.

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