May und Trump. Alles läuft nach Plan…

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Am Freitag hat die britische Premierministerin Theresa May den jüngst vereidigten US-Präsidenten Donald Trump in Washington getroffen. Sie ist  die erste Vertreterin Europas sein, welche eine Audienz bei Trump bekommt und Kern der Gespräche wird laut dem Independent der Freihandel mit den USA und die künftige Aufstellung der NATO sein. Gewiss  wurde auch der Brexit bei diesen Gesprächen eine bedeutende Rolle eingenommen ebenso wie der Zustand der sich zunehmend auflösenden Europäischen Union unter der Führung der stärksten Volkswirtschaft – Deutschland.

Unter dem Titel »May’s just a pawn – Trump’s target is Merkel« [»May ist nur ein Bauer – Trumps Ziel ist Merkel«] veröffentlichte der Herausgeber von Tradingfloor.com, Martin O’Rourke, am 24. Januar 2017 eine sehr aufschlussreiche Analyse, von der wir den entscheidenden Auszug in der Folge präsentieren:

Absolute Lösungen

Ein klarer und beständiger Eckpfeiler von Trumps Außenpolitik während seines Wahlkampfes, und wie es scheint auch seit seinem Sieg, ist eine absolute Antipathie gegen den Supranationalismus. Trump glaubt an den Nationalstaat – absolut. Er hat die USA bereits aus der Trans-Pacific-Partnership [TTP] herausgenommen, womit er Asien potenziell auf dem Silbertablett an China serviert. Er schimpfte über eine »obsolete« NATO und nachdem ihm klar geworden war welche Auswirkungen der Brexit tatsächlich hat, wurde er zum Cheerleader für die Sache und formte dabei einen merkwürdigen Bund mit dem Führer der UKIP, Nigel Farage.

Trump bevorzugt Verhandlungen unter vier Augen. Er beschrieb dies absolut in seinem Buch “The Art of the Deal“ und er würde eine Spaltung in Europa ausdrücklich vorziehen, damit er es mit dem Kontinent nicht in seiner Gesamtheit aufnehmen muss, sondern stattdessen mit seinen Einzelkomponenten, wo er den jeweils besten Deal für Amerikas absoluten Vorteil herausschlagen kann.

Die Betonung liegt, wie Sie es vermutlich bereits geraten haben, hier auf dem Wort “absolut“. Normalerweise – und hier wird er sich wahrscheinlich als unglaublich schädlich für die Globalisierung herausstellen – basieren solche Verhandlungen auf Nullsummen-Strategien. Faktisch eine “Ich gewinne, Du verlierst“-Strategie.

In diesem Zusammenhang wird Trumps wirkliches Ziel Angela Merkel sein, die deutsche Kanzlerin. Merkel, ob sie das nun so einschätzen mag oder nicht, ist unmissverständlich die Führerin der EU und als solche wird sie gewiss von ihm gesehen. In seinem Interview mit The Times und der Bild vergangene Woche machte er seine Position eindeutig klar.

»Ich hatte großen Respekt für sie. Ich hatte das Gefühl, dass sie eine großartige, großartige Führerin war.«, sagte der Präsident und benutzte dabei die Vergangenheitsform. In der Folge griff er sie mit dem Vorwurf an, dass BMW ein Werk in Mexiko baut und sagte weiter, sie habe einen »katastrophalen Fehler« gemacht, als sie Deutschlands Grenzen für 1,5 Millionen Immigranten geöffnet hat.

Interessanterweise zeigt er keinerlei Interesse daran, Merkel vor dem G7-Treffen im Mai zu treffen.

Der Schwenk in Richtung Moskau mag ebenso in diesem Zusammenhang gesehen werden. Bei seiner Pressekonferenz am 11. Januar wich Trump Fragen über russische Beeinflussungen des Wahlprozesses aus und er hatte bei mehreren Gelegenheiten die Möglichkeit einer Handelsvereinbarung mit Russland erwogen, welche die EU-Sanktionen infolge der Invasion der Ukraine fatal unterlaufen würde.

Weder May noch Merkel sind Dummköpfe und hinter den Kulissen werden die beiden vermutlich bereits ihre Fühler zueinander darüber ausgestreckt haben, wie sie mit Trump umzugehen gedenken. May sagte am vergangenen Wochenende, dass sie eine Freihandelsagenda mit dem Präsidenten verfolgen werde und ihn vom Protektionismus und der langfristigen Bedrohung von Währungskriegen abbringen möchte. Dabei hofft sie einige der Risse ausnützen zu können, welche innerhalb von Trumps Team bereits augenscheinlich zu sein scheinen.

Wo genau sie von einander abweichen und wo May möglicherweise einen gemeinsamen Nenner mit Trump zu finden versuchen wird, wird sich im Verlauf der Brexit-Verhandlungen widerspiegeln. Die Realität ist aber, dass die zwei europäischen Führer vermutlich mehr Gemeinsames als Trennendes haben, angesichts dessen was Europa von Trump zu erwarten hat.

Merkel wird aufmerksam zuhören, was May nach ihrer Rückkehr zu sagen hat und trotz ihrer offensichtlichen Unterschiede, werden die beiden sich auf eine gemeinsame Trump-Linie einigen. Im Rahmen einer Aufwärmrunde ist das Treffen zwischen May und Trump aber nur der Appetitanreger für die viel ernsthaftere bevorstehende Schlacht: die zwischen Merkel und Trump.

Merkel weiß das, May weiß es vermutlich auch und Trump macht sich im Kopf bereits ein Bild davon.

Zweifelsohne ist die BRD für die USA ein wichtiger Handelspartner, doch zugleich auch eine wirtschaftliche Bedrohung der national-souveränen Agenda Trumps. Stellt sich die Frage, wie lange Trump wohl brauchen mag bis er sich vor Lachen wieder einkriegt, sobald ihm irgendjemand erzählt, wie der völkerrechtliche Status der BRD tatsächlich aussieht und wer hier letztlich das Sagen hat.

Alles läuft nach Plan… 

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7 Comments

  1. «Ich denke, der Brexit wird fantastisch werden für das Vereinigte Königreich», sagte der US-Präsident.

    Wahrscheinlich so fantastisch wie die Vorstellung eine 3000 Kilometer lange Grenzmauer durch eine teils sehr unwegsame Bergregion zu bauen und andere dafür zahlen zu lassen!!

    *rofl

  2. Unklare Aussage zur Folter

    Auf n-tv wurde es anders berichtet: Trump schließe sich der Meinung seines Verteidigungsministers an, dass es keine US-Folter geben solle. Auch sein Verhältnis zur Nato hat er korrigiert, es sei ein historisches, nützliches Bündnis.

  3. «Trump sagte; er werde Mattis (der sich gegen das waterboarding ausgesprochen hat) die freie Hand der Entscheidung darüber lassen, er sei der Experte.»

    Stimmt (hat was von «ich war´s nicht, wenn..»)

  4. Wenn Sie sich ein eigenes Bild machen wollen, empfehle ich Ihnen, die Aussagen im Original anzuhören (CNN oder sky news zB).
    Hier wurde auch ein Riesenrummel um «NATO is obsolete» gemacht. Für uns hat obsolet die Konnotationen «veraltet, überflüssig».
    Wenn man Trump zuhörte, folgte auf obsolete «funktioniert nicht bei Terrorismus» und «die Mitglieder zuahlen ihre zugesagten 2% nicht». Womit dann klar ist, dass er die NATO nicht abschaffen will, wie einige auch hier im Forum uns weismachen wollten. Denn obsolete kann auch heißen: etwas muss verbessert werden, weil es nicht mehr taugt.

  5. Dann nennen Sie mir doch bitte mal einen einzigen Politiker im Bereich der EU, bei dem das auch nur ein Jota anders ist.

    «Wenn es ernst wird, muss man lügen.» (Jean Claude Juncker, trunksüchtiger EU-Kommissionspräsident)

  6. Wurde nicht generös prophezeit, dass GB ins Chaos stűrzt und jetzt das. Sieht so aus, als wenn GB aufgrund der möglichen kommenden Veränderungen auf der Gewinnerseite stehen wird.

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