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Zentralbankensystem

Der Euro muss weg

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Die Niederländer haben genug von der EU, Marine Le Pen würde bei einem Wahlsieg ebenfalls die EU zerstören, Italien wankt, die Briten sind auf dem Weg nach draußen, obwohl sie nie so richtig drin waren und die AfD startete ursprünglich als „Anti-Euro-Partei.“

Bei einem Zerfall der Eurozone und damit auch gleich der gesamten EU wären die einzelnen Mitgliedsstaaten wieder auf sich selbst gestellt. Für Patrioten, die sich eine Rückkehr zu nationalstaatlicher Souveränität wünschen, mag das auf politischer Ebene genügen, es reicht aber nicht für wirkliche Unabhängigkeit, wenn das Zentralbankensystem erhalten bleibt und nur von der einen ungedeckten Papiergeldwährung in eine andere gewechselt wird.

Natürlich war das Gleichgewicht vor der Einführung des Euro durch die Wechselkurse besser zu regulieren, wodurch sich die Verwerfungen durch Wirtschaftskrisen in wirtschaftlich starken Ländern wie Deutschland in Grenzen hielten, aber an der fortschreitenden Verschuldung der Staaten hätte sich bei einem Festhalten an nationalen Währungen nicht viel geändert. Für jedes Schneeballsystem schlägt irgendwann die Stunde der Wahrheit, die Währungsreform Ost/West war bereits eine Insolvenzverschleppung von Gesamt- oder wenn man so will, Restdeutschland. Der wahre Osten liegt jenseits der blühenden Landschaften von Helmut Kohl, aber das ist ein anderes Thema.

Auf politischer Ebene gibt es keine Option für einen echten Systemwechsel, wenn es um die Architektur des Geldes geht, von dem kaum einer weiß, dass es ihm nicht gar gehört und der Kontostand nur die aktuelle Verfügungsgewalt über einen x-beliebigen Wert anzeigt, der noch gar nicht geschaffen worden ist.

Irrlichter und falsche Geld-Propheten

AfD und eurokritische Parteien aus anderen EU-Ländern

Zur Anfangszeit hatte AfD-Gründer Lucke als Alternative zum Euro von regionalen Komplementärwährungen schwadroniert, was die Partei für viele Geldkritiker interessant machte, die sich von einer bloßen Rückkehr zur D-Mark nichts so viel versprachen.

Kaum waren die ersten Europamandate errungen, hat man vom Euro-Austritt nichts mehr gehört, Lucke wollte lieber die anderen raus schmeißen und mit den starken Partnern einen Nordeuro und den „schwachen“ einen Südeuro einführen, was wiederum nichts am Zentralbankensystem mit dem ungedeckten Papiergeld und der Leitwährung Dollar geändert hätte.

Bei Beppe Grillos Movimento 5 Stelle setzt man auf das „Bedingungslose Grundeinkommen“ – alle übrigen EU-kritischen Parteien haben das Thema Geldsystem gar nicht auf der Agenda.

PdV und Österreichische Schule

Bei der Partei der Vernunft (PdV) standen die Geldkritik und die Lehren der Österreichischen Schule im Focus, aber Libertarismus und Parteiensystem können miteinander nicht funktionieren, weshalb die Partei auch scheitern musste. Wer die Auflösung der Staaten zugunsten freier Märkte anstrebt, kann sich nicht staatlicher Institutionen bedienen, zu denen jede Partei als Part des Systems zählt.

Die Logik der österreichischen Schule ist bestechend, aber die Lehre verkennt, dass Menschen in der Mehrzahl nicht logisch handeln, weil sie keine Vulkanier wie Mr. Spock sind und sich von Emotionen, ihren Ängsten und Hoffnungen, ihrem Glauben oder Nicht-Glauben leiten lassen.

Das heißt für mich nicht, dass man die Lehren der Österreichischen Schule verwerfen oder nicht mehr weiter entwickeln sollte, aber eine solche Wirtschaft kann nur funktionieren, wenn weltweit alle Menschen einen bestimmten Bewusstseinsgrad erreicht haben, davon sind wir aber um Lichtjahre entfernt. Kritiker werfen den Libertären vor, mit ihrer Ablehnung jeglicher Staatlichkeit, die Pläne der NWO zumindest indirekt zu bedienen, dafür ist die Bewegung allerdings viel zu klein und zweitens entspricht das nicht ihrem Ideal der Ablehnung jeglichen Zwangs und Herrschaft.

Grundeinkommen

Dass das Bedingungslose Grundeinkommen rein rechnerisch nicht funktionieren kann und wiederum auf Umverteilung und Zwang beruht ist die eine Sache, praktisch kann man an der Migrationskrise auch erkennen, dass der Menschheit oder ein großer Teil davon, die nötige Reife fehlt, um mit einem solchen Geschenk verantwortungsvoll umzugehen.

Die Asylanten bekommen Unterkunft, Verpflegung und Geld fast bedingungslos gestellt, sie dürfen nur eines nicht haben – die deutsche Staatsangehörigkeit. Natürlich sind sie nicht damit zufrieden, wie man täglich in der Zeitung oder auch hier lesen kann.

Sie folgten dem Geld und sind nichts anderes als Kapitalisten, was die Willkommensklatscher, die häufig auch das BGE für eine tolle Sache halten, gar nicht erkennen können. Auch der Besitzlose, der nach Besitz und Eigentum strebt, ist ein Kapitalist, der für sozialistische Utopien unerreichbar ist. Mehr muss man zu diesem Schwachsinn nicht mehr sagen.

Ist Papiergeld wirklich ungedeckt?

Darin sind sich die unterschiedlichen Geldkritiker alle einig. Das heutige Geldsystem ist nicht wertgedeckt. Bei der Zinskritik gehen die Meinungen dann schon weit auseinander, beim Sparen und Horten von Geld als Wertspeicher erst recht. Dahinter steckt nicht immer nur Logik, sondern die Überzeugung, dass Reichtum und Fülle etwas Schlechtes sind, etwas, was den Menschen verdirbt und verführt.

Ähnlichen Mist predigt die Kirche der Armen, ganz besonders der heutige Jesuiten-Papst und Sozialisten jeglicher Coleur. Das Schwundgeld der Freiwirte wird gerne als „natürliches Geld“ verkauft, dabei ist Geld seinem Wesen nach nichts Natürliches, sondern lediglich ein Tauschmittel, das je nach Beschaffenheit auch als Wertspeicher dienen kann. Freiwirte finden das genauso wenig gut, wie die EZB Bankster, deren Papiergeld ein Enteignungsinstrument von bestechender Effizienz mit automatischer Entwertung ist.

Aber die Ausgangsfrage lautete, ob Papiergeld, das sogenannte FIAT Money, wirklich ungedeckt ist, weil es aus dem Nichts geschöpft wird. Hier schleicht sich nämlich der nächste Denkfehler aller Geldkritiker ein, es ist sehr wohl gedeckt – die Währung heißt Mensch – Humankapital – und das in seiner negativsten Bedeutung.

Herrschaft und staatlicher Zwang stehen hinter dem Papiergeldmonopol, das den Menschen verordnet wird. Mit jedem zusätzlichem „Bürger“ wird das  Kapital erhöht, darum dient die „Migrationskrise“ eben auch der Insolvenzverschleppung, damit das aktuelle Spiel noch ein wenig weiter läuft. An den Besitzverhältnissen ändert sich auch nach einem Zusammenbruch nichts Wesentliches, nur die Halter und Sachverwalter werden andere sein, solange das Zentralbankensystem besteht und durch die Gewaltmonopole der Staaten geschützt wird.

Die meisten Geldkritiker sehen die Chancen realistisch, dass eben nur nach einem Zusammenbruch, ein neues System installiert werden kann. Was die meisten aber anzubieten haben, ist der gleiche Nonsens wie heute.

Das Denken dahinter ist fast immer ausschließlich materialistisch. Jeder hat Begründungen und Formeln parat, warum sein System das bessere ist, es wäre schon ein Fortschritt, wenn all diese Systeme miteinander in Konkurrenz treten könnten, was nicht bedeuten würde, dass sich damit automatisch das beste System durchsetzen würde.

Selbst wenn es wieder zu einem wertgedeckten Geld, wie mit dem Goldstandard kommt, kann dieser durch Herrschaft ebenso schnell wieder beseitigt werden, wenn es so gewünscht wird und irgendwelchen Zielen dienlich ist.

Geld ist nicht nur etwas Materielles, das weiß vor allem die Hochfinanz, sondern eine zutiefst spirituelle Angelegenheit. Nur wer die Gesetze des Geldsystems und der darüber liegenden Ebenen kennt, der kommt zu Reichtum und Erfolg, wenn er bereit ist den Weg zu gehen. Mit dem Werteverfall haben sich in der westlichen Welt auch diese Gesetzmäßigkeiten geändert, aber eben nur scheinbar. Denn echte Werte sind unvergänglich.

Davon haben wir uns entfernt. Was nun zuerst da war, der Werteverfall oder das Papiergeldsystem, die Frage ist so müßig, wie die nach der Henne und dem Ei. Eine auf wertebasierte Gesellschaft passt auf Dauer jedenfalls nicht mit einem Papiergeldsystem zusammen – nicht nur der Euro muss weg, sondern das gesamte Finanzverbrecherkartell. Jeder Schritt dahin, ist ein Schritt zurück oder nach vorne – je nachdem von wo aus man es betrachtet-  aber in jedem Fall, in die Freiheit.

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